Anlässlich des 5-jährigen Bestehens der Initiative „Berlin gegen Antisemitismus“ sind in dieser Woche Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur sowie der religiösen Gemeinschaften im AXICA am Brandenburger Tor zusammengekommen, um gemeinsam Haltung zu zeigen. Mit einem gemeinsamen Gruppenfoto vor dem Brandenburger Tor setzten die alten und neuen Netzwerkpartner der Initiative ein starkes Zeichen für ein respektvolles Miteinander und ein weltoffenes Berlin, in der Antisemitismus und Diskriminierung keinen Platz hat.
Eröffnet wurde der Abend mit rund 200 Gästen mit einer Keynote von Joe Kaeser, dem Aufsichtsratsvorsitzenden von Siemens Energy und Daimler Truck, der in seiner Rede die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen gegen Antisemitismus einzutreten in den Mittelpunkt rückte. Zugleich mahnte er an, angesichts der zunehmenden antisemitischen Vorfälle im Einsatz gegen Hass nicht nachzulassen und eine klare Haltung für den Schutz jüdischen Lebens zu zeigen. Für das musikalische Highlight des Abends sorgte das Ensemble Sistanagila, einer Gruppe aus israelischen und iranischen Musikern.
Beim anschließenden Get-Together hatten die anwesenden Gäste Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich an den Thementischen über die verschiedenen Projekte und Kampagnen der Netzwerkpartner zu informieren. Auch der HBB, der die Initiative „Berlin gegen Antisemitismus“ bereits seit mehreren Jahren unterstützt, war mit einem Thementisch vertreten. Hier konnten sich die Gäste über das Louis-Lewandowski Festival, das alljährlich im Dezember die synagogale Chormusik in den Fokus rückt, sowie über die umfangreiche Erinnerungsarbeit des Verbandes zu den Schicksalen der jüdischen Kaufleute Berlins und Brandenburgs zur Zeit des Nationalsozialismus informieren.