Der durch einen Terroranschlag auf eine Kabelbrücke am vergangenen Samstag in Steglitz-Zehlendorf verursachte großflächige Stromausfall hat auch im Einzelhandel zu massiven Einschränkungen geführt. Mehr als 20 Supermärkte und Discounter mussten am Samstag zunächst geschlossen bleiben. Nach intensiven Bemühungen am Wochenende konnte für die meisten betroffenen Märkte eine Stromversorgung über Notstromaggregate organisiert werden, so dass diese im Laufe des Montags wieder öffneten und damit die Lebensmittelversorgung im betroffenen Gebiet sichergestellt werden konnte. In Abstimmung mit dem Krisenstab des Senats konnte der HBB allen noch nicht versorgten Standorten am Montag Angebote für Notstromaggregate übermitteln. Im Laufe des heutigen Tages werden über 90 Prozent der Märkte wieder regulär geöffnet sein.
Die geöffneten Märkte bieten den vom Stromausfall betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern oft zusätzliche Unterstützung an: Neben kostenlosen Heißgetränken sowie einem Heißwasserservice an einigen Standorten können Betroffene vor Ort auch Handys, Powerbanks und andere kleine Elektrogeräte kostenlos aufladen.
Franziska Giffey, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „In dem vom Stromausfall betroffenen Gebiet kehrt ein Stück Normalität zurück. Die Supermärkte sind wieder geöffnet und sichern damit für die Menschen fußläufig die Versorgung mit Lebensmitteln. Besonders beeindruckend ist, dass viele Märkte über den normalen Service hinaus helfen: mit heißem Tee oder der Möglichkeit, Handys aufzuladen. Das zeigt, wie stark der Zusammenhalt in dieser Stadt ist. In der Krise stehen alle zusammen. Mein Dank gilt all denen, die jetzt in der Krisenbewältigung unermüdlich im Einsatz sind.“
Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer Handelsverband Berlin-Brandenburg: „Der Stromausfall ist eine große Herausforderung für unsere Kaufleute, die sie aber dank unserer Erfahrungen aus vorherigen Krisen wie der Corona-Pandemie oder dem Stromausfall im vergangenen Herbst in Berlin-Johannisthal souverän meistern. Hier zeigt sich die besondere Stärke des stationären Handels, denn wir sind nicht nur essenziell für die Lebensmittelversorgung, sondern auch Anlaufstellen für Betroffene im Kiez. Wir brauchen aber dringend eine bessere Einbeziehung der Wirtschaft in Strukturen der Krisenbewältigung. Der HBB ist dazu bereit.“
