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Seit dem 12. August gilt die neue EU-Verpackungsordnung, die das Ziel hat, Verpackungsmüll zu reduzieren und Recyclingquoten zu erhöhen. Doch die neuen Regelungen sorgen insbesondere bei kleinen Händlerinnen und Händlern, die ins EU-Ausland versenden für zusätzlichen bürokratischen Aufwand und hohe Kosten. Denn die Verpackungsordnung verpflichtet sie beim Versand in EU-Staaten, sich in den jeweiligen Ländern in den nationalen Registern zu registrieren, Verpackungsgebühren zu zahlen sowie einen zu beauftragen, der die ordnungsgemäße Entsorgung der Verpackung sicherstellt.
So berichtet HBB-Mitglied Sabine Kelle vom Modegeschäft WiDDA im ZDF-Morgenmagazin, dass sie den EU-Versand, der knapp 30 Prozent ihrer Online-Umsätze ausmacht, vorerst eingestellt hat, und damit Umsatzeinbußen hinnehmen muss. Die neuen Verpflichtungen sind für sie nicht nur eine finanzielle Belastung, sondern auch mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden, der für sie als kleine Unternehmerin nicht zu stemmen ist. Damit sie künftig wieder unkompliziert ins EU-Ausland versenden kann, hofft sie auf baldige Nachbesserungen bei der EU-Verpackungsordnung, die die bürokratischen Hürden für kleine Unternehmen abbauen.