
In einer Zeit globaler Unsicherheiten braucht Berlin eine Standortpolitik, die Fesseln löst und konsequent auf Wachstum und Wohlstand setzt. In einem gemeinsamen Appell haben 18 Kammern und Verbände jetzt Forderungen an die Politik für die zentralen Handlungsfelder Verwaltung, Stadtentwicklung, Infrastruktur und Innnovation formuliert, um die Attraktivität Berlins als Wirtschaftsstandort zu sichern. Die Standortsicherung müsse auch im Wahljahr Vorrang haben.
Berlin verfügt als internationale Metropole mit starker Industrie- und Wissenschaftslandschaft und einer dynamischen Gründerszene über beste Voraussetzungen als innovativer und zukunftsfester Wirtschaftsstandort, so die unterzeichnenden Verbände. Branchen wie Tourismus, Gastgewerbe, Handel und Kultur sorgen für Lebensqualität und hunderttausende Arbeitsplätze. Allerdings würden diese Stärken durch überbordende Bürokratie, langwierige Verfahren, Vergesellschaftungsdebatten und zusätzliche Belastungen wie eine Ausbildungsplatzabgabe ausgebremst. Aufgabe der Politik sei es aber nicht, unternehmerische Entscheidungen zu ersetzen, sondern für klare innovationsfreundliche Rahmenbedingungen zu sorgen.
In Hinblick auf die Stadtentwicklung fordert die Berliner Wirtschaft, insbesondere der Handel, unter anderem die Berliner Zentren als Visitenkarte nachhaltig zu stärken, um die Strahlkraft innerstädtischer Lagen und das internationale Bild der Metropole zu erhalten. Dazu braucht es verlässliche und planbare Sonntagsöffnungen, eine gestärkte Außengastronomie mit einfachen und digitalen Genehmigungen sowie fairen Gebühren und flexiblen Nutzungszeiträumen. Gleichzeitig müssen Sicherheit und Sauberkeit konsequent gewährleistet werden – durch eine zügige, sichtbare und konsequente Strafverfolgung und besser ausgestattete Ordnungsämter.